Rückblick KW 8 Update

 

EISLEBEN/HZ - Der Abstiegskampf in der Kegel-Verbandsliga der Frauen wird spannend und umkämpft bis zum letzten Spieltag. Da nach dem Wochenende so gut wie feststeht, das mit dem Holz­weißiger SV ein Team aus der 2. Bundesliga Nord/Ost absteigt, wird es in der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts am Ende der Spielserie drei Absteiger geben.

Aus einer Gruppe von fünf Mann­schaften werden, wie es derzeit aussieht, die Absteiger zu suchen sein. Dabei besitzen momentan Aufbau Eisleben als Schlusslicht und die Bundesliga-Reserve vom VfB Sangerhausen als Vorletzter die schlechtesten Karten. Zum Nichtabstiegsplatz beträgt der Rückstand schon fünf bezie­hungsweise vier Punkte. Auf die­sem Platz befindet sich derzeit der SSV Wolferode. Am vergan­gen Wochenende haben alle drei Mannschaften ihr jeweiliges Aus­wärtsspiel verloren.

In der Verbandsliga der Her­ren musste der KSV Romonta Stedten ebenfalls eine empfind­liche 0:8 (3204:3353)-Niederlage bei Schlusslicht Grün-Weiß Granschütz einstecken. „Ein 0:8 tut immer weh. Aber das Ergeb­nis täuscht. Vier bis fünf Duelle hätten wir holen können. Aber das Glück war nicht auf unserer Seite", sagte Romonta-Kapitän Sven Eisenschmidt, „in den ent­scheidenden Momenten war Granschütz zur Stelle und wir hatten keine Kontermöglich­keit."

In der Verbandsliga entwickelt sich der Abstiegskampf zu einer spannenden Angelegenheit. Nur drei Zähler trennen den Fünften Stedten, vom neuen Schlusslicht Blau-Weiß Loburg. „Vom Abstieg bis Platz zwei ist alles drin. Wir wollen den Klassenerhalt und ha­ben es selbst in der Hand", so Eisenschmidt. Weiter das Maß aller Dinge in der Landesklasse West sind dage­gen die Herren vom KSC Holden­stedt. Gegen Rot-Weiß Großörner II gelang mit 7:1 (3069:2 789) schon der fünfte Sieg in Folge. Das führte dazu, dass der KSC in der Rückrunde vom Platz drei auf Rang eins kletterte. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung. Ein Nach­holspiel steht auch noch an.

Aus der Kreisliga

EISLEBEN/SANGERHAUSEN/MZ Kalt war es Sonntagnachmittag. Auch in Roßla. Doch auch wenn das Spiel der eigenen VfR-Männer in der Fußball-Kreisoberliga gegen Fortuna Brücken Jens Be­cker nicht so wirklich aufwärmen konnte, lief der Mannschaftslei­ter des amtierenden Meisters, oh­nehin ein emotionaler Typ, zwei­mal heiß. Das erste Mal zur Halb­zeitpause, als Losfee Kay Schrö­ter bei der Auslosung der Kreis- pokal-Halbfinals Roßla mit Grü­ne Tanne Wippra einen machba­ren Gegner und ein Heimspiel zu­loste - und dann noch einmal eine dreivierte Stunde später.

Minimalisten treffen spät

Buchstäblich in letzter Sekunde hat Roßla noch einen 2:1-Sieg ge­gen Brücken eingefahren und ein verloren gelaubtes Spiel aus dem Feuer gerissen. Dank des Erfolges setzte Roßla auch zwei Serien fort. Zum einen gewann man das fünfte Spiel im Jahr 2018, zum anderen entschied man die letz­ten vier Partien in Serie mit je­weils nur einem Treffer Vor­sprung für sich und erwies sich so als Minimalist. Diesmal konnte sich der VfR wieder auf Matthias Hauschulz verlassen. Mit seinen Saisontreffern 29 und 30 sorgte er für den Sieg. Die Enttäuschung der Gäste, die auf einige Stammspieler und den kranken Trainer Thomas Vinzens verzichten mussten, war dagegen groß. Bis zur 90. Minute schien es, als wür­de die Führung von Bernd Ried­mayer (Elfmeter) zum Sieg rei­chen. Doch dann traf Hauschulz (90., 93. Elfmeter), ließ Fortuna trauern und Jens Becker jubeln.

Mühsame Angelegenheit

Mehr Mühe als erwartet hatte Ta­bellenführer VfB Sangerhausen II, um sich gegen den SV Welbsleben durchzusetzen. Nach 90 Minuten hieß es 1:0. „Am Ende war es ein dreckiger Sieg. Wir ha­ben bis zum Abpfiff gezittert", so VfB-Mannschaftsleiter Lothar Knappe. Die Sangerhäuser machten sich dabei das Leben selbst schwer, ließen gute Chancen un­genutzt und mussten so bis zum Schluss bei den Angriffen der vom Abstieg bedrohten Nordlich­ter auf der Hut sein.

Der Trainer fliegt

Den einzigen Auswärtssieg des Spieltages feierte Grüne Tanne Wippra. Der 4:1-Erfolg in Oberröblingen fiel dabei deutlich aus. Die Gastgeber beendeten die Par­tie aber auch dezimiert. Kevin Omnitz sah kurz vor Schluss die Gelb/Rote Karte sowie auch VfB- Coach Daniel Richter nach 84 Minuten. „Beide Karten habe ich wegen Reklamierens bekommen. Ich war dem Schiri zu laut", gestand Richter. Am Verdienst des Tanne-Erfolges machte er aber keinen Abstrich. „Sie haben ihre Chancen genutzt, wir nicht. So geht das Ergebnis in Ordnung."

Punkte gegen den Abstieg

Einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt hat Olym­pia Berga gefeiert. Gegen Grün- Weiß Wimmelburg behaupteten sich die Gastgeber mit 3:1 und sprangen auf den ersten Nicht- Abstiegsplatz. Christoph Eisler erwies sich dabei einmal mehr als Bergaer Lebensversicherung. Mit seinen beiden Treffern trug er maßgeblich zum Erfolg bei.

Große Sorgen

Für die anderen Mannschaften aus der bedrohten Zone am Ta­bellenende gab es dagegen wieder einmal nichts zu holen. Die Sor­gen bleiben. Dabei waren Kickers Gonnatal (spielfrei) und die Elf von Anhalt Sangerhausen (Aus­fall in Rottleberode) jedoch spiel­frei. Schlusslicht Möve Rieth­nordhausen war mit 0:4 beim SV Allstedt chancenlos. Zur Pause la­gen die Gastgeber schon 3:0 vorn. Sechs Punkte beträgt der Rück­stand der Riethnordhäuser nun auf den rettenden 14. Platz.

Kreisfeld wieder Dritter

Da Wacker Rottleberode nicht eingreifen konnte, hat Aufsteiger Eintracht Kreisfeld die Gunst der Stunde genutzt und verbesserte sich auf den dritten Platz. Der 3:1- Erfolg im Duell gegen Lüttchen­dorf II geriet dabei kaum in Ge­fahr. Keinen einzigen Treffer da­gegen sahen die Zuschauer im Spiel der Tabellennachbarn Wa­cker Helbra und Romonta Sted­ten II. Wacker bleibt Zehnter, Helbra folgt auf Elf.

Drei SV-Schwimmer räumen ab

EISLEBEN/MZ - Drei Schwimmer des SV Eisleben-Sangerhausen haben am Wochenende Medaillen bei einem Wettkampf in Mag­deburg gewonnen. Lea-Marie Bellstedt sicherte sich bei sechs Starts zweimal Gold. Felix Zimmer holte eine Bronzemedaille, Hanna Fiedler holte zwei Goldmedaillen und einen Ehrenpokal für die beste Einzelleistung in ihrem Jahrgang.         

Starker Start in die Saison

EISLEBEN/MZ - Am Wochenende sind die Triathleten des SV Eisleben-Sangerhausen mit dem „Nordhäuser-Doppel" in die Saison gestartet. Bei den jüngsten Starterinnen konnte Kira Wittig gewinnen. Bei den Schülern B landete Inara Pflü­ger auf dem dritten Platz, mit

nur zehn Sekunden Rückstand auf Platz eins. Finia Wittig und Femke Rudolph feierten einen Doppelsieg bei den Schülern A. Marc Oster sicherte sich bei seiner Premiere Platz fünft bei den Schülern A, Frieda Herold gewann die Jugend B. Auf der Kurzstrecke der Männer ge­wann Nico Pflüger, Nancy Wit­tig erreichte bei den Frauen Platz zwei. Auf der langen Stre­cke wurde Uwe Wittig Neunter und Claudia Pflüger Zweite.

Klassenerhalt ist für den VfB nach einem Rekord noch drin.

SANGERHAUSEN/MZ - Was für ein Sonntag. Endlich einmal konnten die Keglerinnen des VfB Sangerhausen jubeln und sich von den treuen Fans feiern lassen. 5:3 be­siegte der Bundesliga-Aufsteiger den FSV Erlangen-Bruck und fei­erte den zweiten Saisonsieg.

Doch nicht nur das: Mit 3374 Punkten kegelte der VfB sogar ei­nen neuen Teamrekord auf den Bahnen im heimischen Friesen­stadion. Und vor allem: Dank des Sieges ist der Zug in Richtung Klassenerhalt noch nicht endgültig abgefahren. Der Abstand auf das rettende Ufer und den DJK Ingolstadt beträgt jetzt noch ei­nen Zähler. „Theoretisch ist die Rettung noch drin", weiß daher Mannschaftsleiterin Andrea Predatsch. Aber: „Praktisch wird es unheimlich schwer. Das Restprogramm der Saison spricht gegen uns." Die letzten drei Gegner des VfB stehen alle in den Top-Vier.

Gegen Erlangen jedoch zeigte das Team, dass es durchaus das Zeug für die Eliteliga hat. „End­lich haben wir mal das gespielt, was wir können", so Predatsch nach einer denkwürdigen Partie, „der Bahnrekord war die Beloh­nung."

Dabei begann das Spiel für den VfB mit zwei Enttäuschungen. Sarah Hofmann fehlten fünf Punkte zum Erfolg gegen Rike Heym. Und Franziska Flemming spielte zwar herausragende 560 Punkte, stand aber nach dem Du­ell mit Gitta Heym (569) doch mit leeren Händen da.

Dann aber kam das Mittelpaar und damit die Wende im Spiel. Während Cassandra Schopp und

die für sie eingewechselte Kristin Wöstehoff noch chancenlos wa­ren, trumpfte Maria Wasserleben groß auf. 603 (!) Zähler und damit 105 Holz mehr als ihre Gegnerin standen letztendlich zu Buche. „Sie hat wie entfesselt gespielt und den so wichtigen Punkt ge­holt", so Andrea Predatsch. Die Mannschaftsleiterin selber und Carla Keßler-Regel spielten dann zum Abschluss ihre Routine aus und brachten den Heimsieg unter Dach und Fach.

Jetzt schnuppert der VfB San­gerhausen noch einmal Morgen­luft. „Wir geben die Hoffnung nicht auf", brachte Predatsch die Stimmungslage auf den Punkt.

Im nächsten Spiel tritt der VfB beim Dritten Liedolsheim an, dann folgen das Heimspiel gegen Meister Bamberg und abschlie­ßend die Partie in Poing. Danach wird endgültig abgerechnet.

Aufbau verliert wieder klar

EISLEBEN/MZ - Fußball-Landesklasse-Vertreter BuSG Aufbau Eisleben hat im zweiten Spiel des Jahres die zweite klare Niederlage kas­siert. Die Helftaer mussten sich nach dem 0:11-Debakel gegen Eintracht Emseloh vom vergangenen Wochen­ende nun beim VfB Lettin mit 2:5 geschlagen geben. Dabei startete Aufbau gut in die Partie und ging bereits nach sieben Minuten durch einen Foulelfmeter von Christian Lemmnitz-Thenee in Führung. Bis zur Pau­se konnte Lettin die Partie aber wieder ausgleichen, ebenso per Starfstoß. In der zweiten Hälfte schössen die Gastgeber dann vier Tore in 26 Minuten (50. bis 76.), be­vor Tobias Weiß (77.) zum Endstand traf.

Eintracht souverän

Einen 2:0-Erfolg hat der SV Eintracht Lüttchendorf beim SV Blau-Weiß Farnstädt eingefahren. Paul Stoye und Patrick Neigen­fink erzielten die Treffer für den Spitzenreiter.

Ein deftige 0:5-Pleite musste am Sonntag der SV Ro­monta Stedten beim 1. FC Weißenfels einstecken.

Amtage führt MSV Eisleben zum Sieg.

EISLEBEN/MZ - Carsten Amtage hatte ohnehin allen Grund zum Feiern - schließlich voll­endete der Defensivakteur des MSV Eisleben am Sonnabend sein 28. Lebensjahr. „Dass er sich dann aber selbst noch dreifach beschenkt, war natür­lich umso schöner", freute sich Trainer Peter Anders nach dem 6:l-Erfolg seiner Mann­schaft im ersten Pflichtspiel des Jahres daheim gegen den SV Schwarz- Gelb Bernburg, zu dem Amtage einen Hattrick beisteuerte.

Schon nach zwölf Minuten behielt der Mann des Tages erstmals vom Elfmeterpunkt die Nerven, kurz vor der Pause (37.) war er dann aus dem Spiel heraus erfolgreich und in der zweiten Hälfte (64.) schließ­lich erneut per Strafstoß. Die weiteren Treffer der Hausher­ren erzielten Simon Schmidt (41.), Florian Felske (54.) so­wie Philipp Baierl (63.). Das Gäste-Tor (81.) in der Schluss­phase sei nur ein kleiner Schönheitsfehler gewesen, so Anders, der „sehr zufrieden mit dem Start, vor allem mit der Art und Weise" war.

„Die Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht", erklärte der MSV-Coach, „wir waren topfit und haben auch in der Höhe verdient gewonnen." Speziell Carsten Amtage dürfte diese Partie dabei so schnell nicht vergessen.

Schon eher zum Vergessen war hingegen der Auftritt des SV Kelbra im Duell mit der SG Blau-Weiß Brachstedt. Im­merhin kassierte das Team von Andreas Kundlatsch bei der 0:4-Niederlage allein ein Drittel der Gegentore, die es in den vorangegangenen 16 Be­gegnungen gesetzt hatte. „Wir haben die schwierigen Bedin­gungen einfach nicht ange­nommen", sagte Kundlatsch.

So begünstigte der starke Wind bereits zu Beginn zwei Gegentreffer (12./19.), die di­rekt so etwas wie eine Vorent­scheidung bedeuteten. Denn in Kelbras wohl bester Phase kurz vor der Pause gelang es nicht, den Anschluss herzu­stellen. Stattdessen setzte es später noch zwei weitere Ge­gentore (78./90.+5). „Vielleicht war es ein Dämpfer zur rech­ten Zeit", hoffte derweil An­dreas Kundlatsch.

Arnstedt macht beim MSV Börde schon zur Pause alles klar.

ARNSTEDT/MZ - Thomas Vollmann gehört zu dem Typus der Fußball- Trainer, die an der Seitenlinie im­mer gut aktiv sind. Der Coach des Verbandsligisten SV Edelweiß Arnstedt ist stetig darum bemüht, seine Mannschaft zu motivieren, anzutreiben und auch die Span­nung hochzuhalten. Da muss die Frage erlaubt sein, ob Vollmann sich am Samstagnachmittag nicht 45 Minuten lang gelangweilt hat? „Ach nein", beteuerte der Coach lächelnd. Denn: „Es war ja noch die Frage, ob wir es seriös zu En­de spielen."

Der SV Edelweiß hat am Sonn­abend mit 5:0 ganz deutlich beim Tabellenschlusslicht MSV Börde Magdeburg gewonnen und dabei schnell für klare Verhältnisse ge­sorgt. Bereits zur Halbzeitpause hatte das Team von Vollmann den Endstand herausgeschossen. „Ich wollte in der zweiten Hälfte aber von den Jungs sehen, dass sie es konzentriert zu Ende spielen, nicht überheblich werden oder unseren Gegner verhöhnen - denn so etwas macht man nicht."

Arnstedt hat sich an die Vorga­ben des Trainers gehalten und die Partie auf dem hockeyfeldartigen Kunstrasenplatz des MSV Börde ganz seriös zu Ende gespielt. Der Tabellenzweite hätte letztendlich sogar noch höher gewinnen kön­nen, ließ aber einige gute Chan­cen aus, so dass Magdeburg mit den fünf Gegentoren noch gut be­dient war. Wenngleich Vollmann danach auch betonte, mit einer so klaren Angelegenheit im Vorfeld „nicht gerechnet" zu haben.

Den Torreigen am Sonnabend eröffnete bereits nach elf Minu­ten Enrico Mania. Seinem Treffer folgten Tore von Kapitän Matthi­as Deumelandt (15.) sowie dem kongenialen Sturm-Duo Mustapha Amari (29., 44.) und Victor Boldän-Arias (37.), das in Magde­burg einmal mehr unter Beweis gestellt hat, dass es nur schwer zu bremsen ist, wenn es ins Laufen kommt. „Sie ergänzen sich sehr gut", sagte Coach Vollmann, der den Hauptgrund für den zweiten Zu-Null-Rückrundensieg aber vor allem in der Defensive sah: „Wir stehen zur Zeit sehr sicher, das trägt sich über unser domi­nantes Mittelfeld nach vorne und so kommen sie ins Rollen."

Da Tabellenführer Blau-Weiß Zorbau am Sonnabend nicht über ein 2:2-Unentschieden beim VfB Imo Merseburg hinaus gekom­men ist, liegt Edelweiß Arnstedt jetzt nur noch zwei Punkte hinter der Spitze. Darauf schaut Thomas Vollmann aber noch nicht, son­dern nur auf das nächste Spiel ge­gen den BSV Halle-Ammendorf. Denn: „Das", weiß Vollmann, „ist eine andere Hausnummer."