Artikel "Die Eisen der Region"

Sangerhausen/MZ/PL/TG – Vier heiße Eisen haben die Leichtathleten aus der Region am bevorstehenden Wochenende in Rostock im Feuer. Für die Deutschen Meisterschaften der U18 und U20, die am Freitag starten, hatten die beiden Sangerhäuser Maximilian Sluka und Till Blättermann sowie Lucie Kienast aus Sylda, die alle die Sportschule in Halle besuchen, sowie auch Henriette Wolf vom ASV Sangerhausen die anspruchsvollen Normen erfüllt – und das Quartett geht nicht einmal ohne Medaillen-Chancen an den Start.

 

Zwei Rennen zur Wahl

Laut Teilnehmerliste wird Sluka über die 800 Meter und 1500 Meter starten. Wahrscheinlicher ist aber nur ein Rennen. „Auf welcher Strecke ich starte, wird vor Ort entschieden“, meint der Sportschüler. Nach seinem Vorrundenaus bei den U20-Weltmeisterschaften in finnland (die MZ berichtete) ist der Sangerhäuser für die Deutschen Meisterschaften guter Dinge und hat sich einiges vorgenommen.

Im Feld der 34 800-Meter-Läufer hat Sluka die viertbeste Zeit zu Buche stehen. 29 Läufer haben sich für den 1500-Meter-Lauf gemeldet. Da liegt der Sangerhäuser mit einer Zeit von 3:45,19 Minuten vorn. Seine Starts wird Coach Wolfgang Thier sicher auch vom Zeitplan abhängig machen. Rennen auf beiden Strecken kosten allerhand Kraft.

Mit Till Blättermann, ebenfalls Sportschüler in Halle, haben die Sangerhäuser Leichtathleten ein zweites heißes Eisen im Meisterschaftsfeuer. Blättermann, der für den SV Halle startet, ist für die 100 Meter, die 200 Meter und für die 4x100-Meter-Staffel gemeldet. Eine Medaillenchance hat er vor allem mit den schnellen Jungs aus Halle. Blättermann ist wieder als Startläufer eingesetzt.

Seine Schnelligkeit hat der flinke Sangerhäuser erst in dieser Woche bei einem Test über die 30 Meter mit fliegendem Start nachgewiesen. Seine Zeit ließ auch den Trainer staunen: 2,72 Sekunden. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Verletzung von Staffelschlussmann Julian-kelvon Clair. Er wird wahrscheinlich im Quartett der Sportschüler fehlen.

Die härtesten Konkurrenten für Blättermann und Co. Dürften die jungen Männer vom Dresdner SC sein, die in diesem Jahr immerhin eine Zeit von 41,79 Sekunden vorgelegt haben. Die Halle-Staffel liegt bei 41,88 Sekunden. Beide Staffeln werden wohl Sieg und Titel unter sich ausmachen. Blättermann peilt auf jeden Fall noch die Finalteilnahme im 100-Meter-Sprint der U18 an.

 

Medaillen und Erfahrung

Mindestens das Finale, eher sogar eine Medaille, wird auch Lucie Kienast anpeilen. Die Weitspringerin aus Sylda – zuletzt bei der Junioren-Europameisterschaft in Ungarn am Start (die MZ berichtete) – geht mit der zweitbesten Weite an den Start. Ihre 6,25 Meter werden nur noch von den 6,31 Meter von Saskia Woidy aus Saarbrücken getoppt, danach kommt lange nichts. Kienast und Woidy werden den Titel wohl unter sich ausmachen.

Titelchancen wird das vierte Eisen aus der Region wohl nicht haben. Für Henriette Wolf ist es schon ein großer Erfolg, an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Über die 3000 Meter Bahngehen hat die Athletin des ASV Sangerhausen die mit Abstand langsamste Qualifikations-Zeit, wird in Rostock aber wichtige Erfahrung sammeln können.