Rückblick KW 11

 

ERDEBORN/MZ - Im Duell mit dem SV Anhalt Bernburg II, Vorletz­ter der Handball-Verbandsliga Süd, feierte der BSV Fichte Erde­born am zurückliegenden Sonnabend einen glanzlosen 31:27-Erfolg. Nachdem die Begegnung - weil das angesetzte Schiedsrich­ter-Duo nicht rechtzeitig anreisen konnten - eine halbe Stunde später begann, fanden die beiden ersatzgeschwächten Kontra­henten nie wirklich zu ihrem Spiel.  

Klassenerhalt sichergestellt

HETTSTEDT/MZ - Mit einem kla­ren Sieg in der Landesliga-Vorschlussrunde konnten die Schachfreunde Hettstedt den Klassenerhalt sicherstellen. Gegen den USV Halle III ge­lang ein 5:3-Erfolg. Ein kampf­loser Punkt durch Aaron Grä­bel sowie eine schnelle takti­sche Überwältigung Eberhard Kipkas legten das Fundament. Erstmals seit vielen Jahren müssen die Schachfreunde so­mit nicht bis zum letzten Zug um die Rettung bangen.

Überraschung gegen den Ersten

HETTSTEDT/MZ - Ein überra­schender 6,5:1,5-Sieg gelang der zweiten Mannschaft der Schachfreunde Hettstedt in der Bezirksoberliga gegen den bisher ungeschlagenen Tabel­lenführer Grün-Weiß Granschütz. Neuzugang Frank Kuberkiewicz verblüffte dabei mit einem trickreich voran­stürmenden Bauernduo. Eben­so wie Enrico Kalliwoda und Jürgen Kaschuba überwand er einen Kontrahenten mit deut­lich besserer Schach-Wertzahl.

Zweitligist Allstedt beendet die lange Durststrecke.

ALLSTEDT/MZ - -Nein, Thomas Schlennstedt konnte sich in die­sem Moment nicht lumpen las­sen. Nach dem 5:4-Erfolg des SV Allstedt gegen den ERSC Schwer­te in der 2. Rollhockey-Bundesli­ga zeigte sich der Spielertrainer des SVA spendabel und gab seiner Mannschaft eine Kiste Bier aus. „Die haben sich die Jungs redlich verdient", so Schlennstedt, dem die Erleichterung nach dem über­haupt ersten Saisonsieg anzu­merken war. „Der Bann ist gebro­chen", brachte er die Gefühlswelt aller Beteiligten auf den Punkt.

Leicht ist den Allstedtern der Erfolg in der neuen Sporthalle nicht gefallen. Während draußen vor der Tür eisige Temperaturen herrschten, ging es drinnen auf dem Parkett heiß her. Die Gastge­ber führten zwar ständig, konn­ten Schwerte aber nicht entschei­dend abhängen. So blieb es bis zum Schluss spannend.

Erneut eine überzeugende Leistung zeigte dabei Allstedts Torhüter Marko Nickel, der zahl­reiche Chancen der Gäste verei­telte. Zum „Matchwinner" avan­cierte diesmal aber Mario Bruns. Drei der fünf Treffer gingen auf sein Konto. Jeweils einmal waren Maik Hirschfeld und Patrick Kliesch erfolgreich. Ein höherer Sieg lag in der Luft, doch wieder einmal offenbarte sich eine große Schwäche des SV Allstedt. „Wir lassen einfach zu viele Chancen liegen und machen uns dadurch das Leben selbst scher", haderte Spielertrainer Schlennstedt.

Der einzige richtige Wermuts­tropfen beim ersten Saisonsieg war aber die Rote Karte, die sich Jan Schlennstedt kurz vor dem Ende einhandelte. Wie lange der Kapitän nun gesperrt wird, steht noch nicht fest. Dank des Sieges gab Allstedt auch die Rote Laterne ab und ver­besserten sich auf Rang fünf. Da­rauf ein Prosit. Wie in Kelbra eine Partie möglich wurde und das winterliche Wetter dem SV beim Erfolg über Blau-Weiß Farnstädt dabei noch in die Karten spielt.

KELBRA/MZ - Schiedsrichter Mar­cel Theumer hatte im Laufe des Vormittags gleich zweimal ange­rufen, um sich zu vergewissern, ob die Partie denn tatsächlich stattfinden könne - sie konnte. Als eines von nur ganz wenigen Duellen im gesamten Sachsen- Anhalt sowie dem einzigen der Fußball-Landesliga Süd am zu­rückliegenden Wochenende kam es zur Begegnung des SV Kelbra mit dem SV Blau-Weiß Farnstädt.

„Quäntchen mehr Lust"

„Es ist immer meine Absicht, zu spielen", erklärte der Kelbraer Trainer Andreas Kundlatsch nach dem 3:1-Erfolg seiner Elf, „zumal der Wind schon zwei Drittel des Kunstrasenplatzes vom Schnee befreit hatte." Den Rest räumten die Gastgeber und einige Helfer selbst. Die Bedin­gungen waren im Anschluss nicht die schlechtesten. „Man konnte ordentlich Fußball spielen", so Kundlatsch, „viel schlimmer war der eisige Wind." Unterhose, Handschuhe und Mütze gehörten nicht nur zur Grundausstattung der 57 Zuschauer, sondern auch die 22 Akteure auf dem Feld wa­ren bestens eingepackt.

Freilich nahmen die äußeren Umstände auch Einfluss auf das Spielgeschehen. „Uns kam zugu­te, dass wir vielleicht ein Quänt­chen mehr Lust bei diesem Wet­ter hatten", sagte der SVK-Coach, um schmunzelnd hinzuzufügen: „Zum Glück haben wir gewon­nen, sonst hätte ich mir bestimmt mehrfach anhören müssen, wes­halb wir das unbedingt durchzie­hen mussten." Dabei spielte der Winter den Hausherren sogar durchaus in die Karten.

Denn eigentlich plagten Kund­latsch heftige Personalsorgen. Doch weil das geplante Auswärts­spiel der Zweitvertretung bei Holdenstedt/Beyernaumburg ab­gesagt wurde, vergrößerten eini­ge Reserve-Spieler den Kader des Übungsleiters. Zu diesem gehörte - ebenfalls den Schneemassen sei dank - auch Steven Otto, der witterungsbedingt zeitiger als ge­plant Feierabend hatte und direkt in die Startaufstellung rutschte. Da passte es natürlich ins Bild das ausgerechnet - ja, ausgerechnet - der 19-jährige Mittelfeldspieler (34.) nach etwas mehr als einer halben Stunde die Führung der Kelbraer besorgte. In seinem neunten Saisoneinsatz traf Otto durch einen verwandelten Frei­stoß erstmals ins Schwarze.

Und auch der zweite Treffer der Hausherren resultierte aus einem ruhenden Ball, als Illia Polishchuk (65.) einen von ihm selbst herausgeholten Strafstoß Mitte der zweiten Halbzeit im Netz unterbrachte. Apropos Ball: „Die beiden roten Bälle, mit de­nen gespielt wurde, habe ich vor zwei Jahren in England gekauft", gab Andreas Kundlatsch noch ei­ne Anekdote zum besten, „nach­dem sie bislang nur im Schrank lagen, konnten sie nun auch end­lich einmal genutzt werden."

Schatz macht alles klar

Für die Entscheidung sorgte das Polishchuk-Tor unterdessen aber noch nicht. Denn fast postwen­dend traf Farnstädts Mathias Schulze (71.) zum Anschluss. „Sie haben dann natürlich Hoffnung geschöpft", so Kundlatsch, dessen Team in der Folge jedoch spürbar einen Gang hochschaltete, um den Dreier über die Zeit zu brin­gen. Sämtliche Restzweifel besei­tigte schließlich der eingewech­selte Dominique Schatz (88.), als er einen schön vorgetragenen An­griff zum Endstand abschloss. „Der Sieg war verdient", resü­mierte der Kelbra-Trainer, „vor allem aber bin ich froh, dass das Spiel abgehakt ist." Marcel Theu­mer mit Sicherheit auch.