KW 22/23 in Kürze

 

Irgendwie war Ralf Meier trotz der 3:6-Niederlage seiner Mann­schaft von Kickers Gonnatal ge­gen Wacker Rottleberode sogar ein wenig erleichtert. „Endlich ist

die Seuchen-Saison vorbei", so Meier, bei den Kickers als Stadi­onsprecher am Mikrofon. Wieder einmal mussten die Gonnataler arg ersatzgeschwächt antreten, erneut brachten sie einen Vor­sprung nicht über die Zeit (2:1) und wieder kassierten sie eine Menge Gegentreffer. Andreas Sand, David Kommer und Marcus Paper waren für die Kickers er­folgreich. Andreas Hellwig (2), Jörg Heinze, Thomas Naumann, Ronny Hassebrauck und Michel Kolbe netzten bei Wacker ein.

Kantersieg zum Abschied

Vor der Partie zwischen Wimmel­burg und Lüttchendorf II (7:0) verabschiedeten die Gastgeber ei­ne Reihe von Spielern. „Vor allem schmerzt die Verabschiedung von Trainer Zygmunt Matysek, der an diesem Tag die Schuhe endgültig nach Jahrzehnten als Spieler und Trainer an den nagelgehängt hat", so Grün-Weiß Mannschafts­leiter Axel Schneck. Ebenfalls be­merkenswert: Ab der 65. Minute standen mit Norman (49) und

Domenik (18) Friedrich Vater und Sohn auf dem Platz. Die Tore schössen Edgar Samalius (2), Pa­trick Hahndorf, Tobias Schwarz­bach, Tobias Libbe, Kevin Kohl und Christian Rudolph.

Keine Gelbe Karte

Sehr fair ging es im Ortsderby zwischen dem VfB Sangerhausen II und Grüne Tanne Wippra zu. Beim 4:0-Sieg der Gastgeber kam Schiedsrichter Thomas Lange oh­ne jede Karte aus. Stefan Hrivnac, Carlos Becker sowie Eric Kauf­mann mit einem Doppelpack wa­ren für die VfB-Tore zuständig. „Wippra war mit dem letzten Auf­gebot hier. Unser Sieg war nie in Gefahr", so VfB-Mannschaftslei­ter Lothar Knappe.

Stein mit historischem Tor

In ihrer vorerst letzten Kreis- oberliga-Partie unterlag Abstei­ger Uftrungen gegen Berga 2:5. Dabei führte der Gastgeber nach einer Stunde noch 1:0. Das vor­erst letzte Tor in der höchsten Spielklasse des Landkreises für den VfB schoss Marcus Stein in der 90. Minute. Zuvor trafen Da­uber für Uftrungen sowie Eisler (2), Feistel (Eigentor) und Wedler für den Gast.

Mages ist zufrieden

„Wir haben noch einmal ein rich­tig gutes Spiel abgeliefert. Unser Sieg war auch in der Höhe ver­dient. Wir haben in der zweiten Halbzeit noch mal richtig Gas ge­geben ", freute sich Roman Ma­ges, Trainer des SV Welbsleben nach dem 5:2-Erfolg seiner Elf gegen Möve Riethnordhausen. Marian Karbe (3) und Mario Tho­mas (2) steuerten die Treffer zum Erfolg bei, für Riethnordhausen traf Martin Ditscher zweimal.

  1. FC Romonta Amsdorf landet im Derby gegen den VfB Sangerhausen nach Zwischentief noch einen Kantersieg.

AMSDORF/MZ - Sangerhausens Trainer Stefan Kuhnert machte es in seinem Resümee kurz: „Die erste Halbzeit war okay. Nach der Pause dann kollektives Versagen. Mein Glückwunsch an Amsdorf."

8:2 gewann der 1. FC Romonta Amsdorf das Verbandsligaderby am Sonnabend und krönte damit die beste Saison seit 15 Jahren. Nicht nur, aber auch dank Ale­xander Gründler, der es inklusive seiner fünf Treffer gegen Sanger­hausen auf 31 Saisontore brachte und damit wie schon im Vorjahr bester Schütze der höchsten Spielklasse im Land ist. Das größ­te Verdienst an diesem Auf­schwung kommt aber Amsdorfs Trainer Recardo Egel zu. „Der hat hier Kultur ins Spiel gebracht", sagte Erwin Roll. Der Eisleber, einst als Schiedsrichter unter­wegs, war einer von 132 Zuschau­ern , darunter viele Sangerhäuser.

Die sahen in Amsdorf bereits nach zwei Minuten die Führung der Gastgeber, per Strafstoß durch Gründler erzielt. Es war Romontas erster Angriff über die rechte Seite. Bei der Eingabe von Victor-Ramon Roldan-Arias be­kam der Sangerhäuser Marcel Dietze den Ball mehr oder weni­ger an die Hand. Schiedsrichter Benjamin Petri zeigte nach einem Hinweis seines Assistenten Mar­co Uhlmann sofort auf den Punkt. Eine Entscheidung, die für Dis­kussionen sorgte. Unabhängig davon hatte Gästekeeper Tom Weise, der in Amsdorf wohnt, ge­gen Gründler keine Chance. Und auch bei den anderen Treffern nützte die Rückendeckung durch den Großvater, der hinter dem Tor Position bezogen hatte, nichts. Acht Minuten später setz­te sich Kevin Gierz über links durch und Gründler netzte ein. Dann riss Romontas Spielfaden. Angesichts der bis dahin fehlen­den Sangerhäuser Gegenwehr stellten einige Amsdorfer das Fußball spielen ein. Kevin-Eugenio Schäffner nach Vorarbeit von Max Hennig (18.) sowie Meik Rockstroh (20.) per Freistoß be­dankten sich. Amsdorfs Keeper David Tretropp hatte bei der Aus­führung keine Mauer gestellt und auch keine Reaktion gezeigt.

Nach dem Zwischentief machten die Amsdorfer wieder ernst. Eine wunderschöne Ballstafette über Roldan-Arias und Pawel Kudyba schloss Gründler zum 3:1 ab (27.).

Apropos Roldan-Arias. Er wur­de vor dem Spiel neben David Henseler und dem scheidenden Trainer Recardo Egel verabschie­det. Während Egel alle Angebote ausgeschlagen hat (die MZ be­richtete), steht Roldan-Arias vor einer Rückkehr zu Edelweiß Arnstedt. Am Sonnabend gab er noch einmal alles, flitzte die rechte Sei­te auf und ab, wie man es von ihm gewohnt ist, und netzte zweimal ein (48., 68.). Sangerhausens Ab­wehr um Kapitän Marcus Rauer zeigte da schon Auflösungser­scheinungen, wobei Rauer viel­leicht der einzige im Team des VfB war, der Normalform er­reichte. Aber ein Rauer ist eben zu wenig. Letztlich wurde es ge­nau so torreich wie im Hinspiel, welches die Amsdorfer zum Abschluss der Hinrunde 7:3 gewon­nen hatten. Nur dieses Mal be­trug der Abstand nicht vier Tref­fer, sondern sechs. Und machte die Unterschiede deutlich.

Kreisoberligist Roßla ist trotz des 2:6 in Wippra schon Meister, weil auch Verfolger Brücken eine Niederlage kassiert hat.

WIPPRA/HZ - Ein halbes Dutzend Gegentore kassiert, das Spiel mit zehn Akteuren beendet, ziemlich deutlich verloren. Das alles war den Kickern des Kreisoberligisten VfR Roßla am Pfingstsamstag gegen 16.45 Uhr vollkommen egal. Sie jubelten dennoch. Und das aus gutem Grund. Die 2:6- Pleite der Roßlaer in der Partie bei Grüne Tanne Wippra am vor­letzten Spieltag der Kreisoberliga Fußball hatte auf die Vergabe des Meistertitels keinen Einfluss mehr. Da zur gleichen Zeit die Elf von Wacker Rottleberode mit dem 5:2 gegen Fortuna Brücken Schützenhilfe leistete, waren die Roßlaer trotz ihres 2:6 am Ziel.

Schnell wurden die vorbereite­ten T-Shirts ausgepackt, Bier wurde aus Riesengläsern ver­schüttet, dann stimmte Ronny „Speedy" Klaube die Meister­hymne an. Mannschaftsleiter Jens Becker stammelte immer wieder „Wir haben es geschafft, wir sind am Ziel." Nicht weit da­von standen die Wippraer sprich­wörtlich im strömenden Regen. Zu feiern gab es für sie nichts, wohl aber die Gewissheit, eine gute Leistung gezeigt zu haben.

„Das war unser bestes Spiel der gesamten Saison. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen", so das Fazit von Vereinschef Holger Hil­mer. Eine Stunde hatten die Roß­laer alle Chancen, endlich einmal in Wippra zu gewinnen. Nach Toren von Tommy Stieber und Ste­phan Weise für die Gastgeber so­wie Andreas Altmann und Mat­thias Hauschulz stand es 2:2. Dann sah der Roßlaer Ronny Klaube nach 60 Minuten die gelb­rote Karte, fortan spielten nur noch die Gastgeber. Frank Gau per Elfmeter, Falko Seidel, Jörg Lorch sowie erneut Weise schraubten das Ergebnis noch auf 6:2. Dann war Feierabend in ei­nem Spiel, nach dem sowohl die Sieger, als auch die Verlierer Grund zur Zufriedenheit hatten.

Munteres Duell

Mit einem 5:2 gegen Fortuna Brücken leistete Wacker Rottle­berode den Roßlaern Schützen­hilfe auf dem Weg zur Meister­schaft. Mario Kartheuser brachte den Gastgeber in Führung, doch dann war Fortunas Torjäger Se­bastian Krause zweimal erfolg­reich.

Nach dem Seitenwechsel je­doch legten die Rottleberöder noch einmal einen Gang zu. An­dreas Hellwig sorgte für das 2:2, dann schössen Jörg Heinze, Ron­ny Hassebrauck und Stefan Engel die Gastgeber noch zum 5:2-Sieg.

Oberröblinger Aufholjagd

Mehr als 130 Zuschauer erlebten in der Partie zwischen dem VfB Oberröblingen und Grün-Weiß Wimmelburg ein Spiel, in dem der Gast lange Zeit wie der siche­re Sieger aussah. Noch nach 78 Minuten lag Grün-Weiß durch zwei Tore von Kevin Kohl vorn. Am Ende aber hieß es 2:2. Denny Webecke traf ebenfalls doppelt (79. und 81.) und rettete den Oberröblingern so noch einen Punkt. „Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt", freute sich dann auch der Oberröblinger Vereinsvorsitzende Mario Heise.

Oldie Quandt trumpft auf

Mit 5:2 Toren behauptete sich Ki­ckers Gonnatal gegen Neuling Eintracht Lüttchendorf. Zwei Treffer steuerte Stefan Quandt, mittlerweile fast 42 Jahre jung, zum Erfolg der Kickers bei, ein­mal trafen Matthias Herper, Mar­cus Herper und Christian Stüber. Für den Gast waren Marko Na- pieralla und Andre Walther er­folgreich. „Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns. Wir hät­ten noch höher gewinnen kön­nen", sagte Gert Böttger, Mann­schaftsleiter der Kickers, hierzu.

Premiere für Florian Götz

Lange Zeit tat sich Möve Rieth­nordhausen im Spiel gegen Ab­steiger Uftrungen schwer. Am Ende aber setzten sich die Gast­geber nach einem 1:0 zur Pause noch 3:1 durch. Zunächst schei­terte Möve immer wieder am überragenden Christian Sperling. Martin Ditscher brach nach 32 Minuten den Bann. Mit seinem ersten Tor für die erste Mann­schaft sicherte Florian Götze den Sieg und einen Kasten Bier, der beim Premierentor fällig wird.

Verbandsligist VfB Sangerhausen macht mit Sieg alles klar.

SANGERHAUSEN/MZ - Der VfB Sangerhausen spielt auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga Fußball. Denn im vorletzten Heimspiel der Serie schenkten die Gastgeber im heimischen Friesenstadion der bereits als Absteiger fest­stehenden zweiten Mann­schaft von Askania Bernburg ein Dutzend Gegentore ein. Dank des 12:0 haben die San­gerhäuser 29 Punkte auf dem Konto. Die Teams aus Burg und Bitterfeld-Wolfen kommen nicht mehr ran.

Der Erfolg gegen die Bern­burger war dabei zu keiner Se­kunde der Partie gefährdet. Die Gäste, angereist mit eini­gen Junioren und Oldies, brachten gerade einmal zwölf Spieler mit nach Sangerhau­sen. Diese versuchten sogar, dem VfB einen offenen Schlag­abtausch zu liefern und ver­steckten sich nicht. Die San­gerhäuser nutzten die Freihei­ten redlich aus. Vor 85 zahlen­den Zuschauern dauerte es ei­ne Viertelstunde, bis der erste Treffer fiel. Mannschaftskapi­tän Marcus Rauer brach mit einem Kopfball den Bann. Da­nach ging es Schlag auf Schlag.

Tor Nummer zwei ging auf das Konto von Bernburgs Kee­per Jonas Donath. Eine harm­lose Flanke von Marcel Dietze hatte er schon abgefangen, packte dann aber den Ball hin­ter die Torlinie. Dann waren nur noch Sangerhäuser an der Reihe. Meik Rockstroh traf nach einer halben Stunde mit sehenswertem Flachschuss zum 3:0 und ließ sich feiern. Kevin Schäffner (36.) und Danny Schulz (39.) ließen noch in der ersten Halbzeit zwei weitere Treffer folgen. Nach dem Wechsel setzte sich das muntere Toreschießen fort.

Landesligist Lüttchendorf sichert mit Auswärtssieg den Klassenerhalt. Stedten und MSV Eisleben spielen zu Hause jeweils unentschieden.

STEDTEN/MZ - Am Ende sind zwar nicht alle Blütenträume gereift. Aber der Samstag brachte für die drei Landesligisten aus dem Re­vier Gewissheit. Eintracht Lütt­chendorf sicherte mit einem 3:1 in Annaburg die Klasse. Stedten bleibt nach dem 1:1 gegen Lands­berg als Mannschaft weitgehend zusammen. Und der MSV Eisle­ben hat die Meisterschaft mit dem 2:2 gegen Elster nochmals spannend gemacht.

Gunst der Stunde genutzt

Eintracht Lüttchendorf hat die Gunst der Stunde genutzt und mit dem ersten Auswärtssieg der Saison die Fronten geklärt. 3:1 hieß es in Annaburg durch Tref­fer von Sebastian Mauritz (50.), Johannes Kilian (75.) sowie And­re Ochmann, der vier Minuten vor Ultimo einen Foulstrafstoß verwandelte. Da nützte Annaburg vor 78 Zuschauern die Resultats­verkürzung in der Schlussminute auch nichts mehr. Die Grün-Wei­ßen steigen ab. Eintracht hat sich dank des besseren Torverhältnis­

ses an Stedten vorbei auf Platz zehn vorgeschoben. Einer, der immer die Ruhe bewahrt hat, ist Trainer Siegfried Keller. „Wir ha­ben genügend Qualität im Ka­der", so sein Credo. Und einer, der zuletzt ganz wertvoll war, traf auch diesmal: Mauritz, vor der Saison aus Amsdorf gekommen.

Borkowski verlässt Stedten

Offenbar keine großen Wechsel­spiele wird es bei Romonta Sted­ten geben. Lediglich Jonas Bor­kowski wurde vor dem 1:1 gegen Landsberg offiziell von Abtei­lungsleiter Dieter Rehmann ver­abschiedet. Rehmann sah an der Kippe Kampf und Krampf. Landsberg war von Beginn an präsent, denn mit einem Sieg hät­te sich der SSV in den sicheren Hafen gerettet. So aber müssen auch die Saalekreisler noch zit­tern. „Das war kein schönes Spiel heute", sagte dann auch Bernd Köhler, dessen Sohn Jens im Stedtener Team eine solide Leis­tung ablieferte. Dennoch: Ro­monta hat schon weit besseres zustande gebracht. „Ihr spielt wie die Friseure", wetterte Trainer

Daniel Stäche Mitte der zweiten Halbzeit. Da lag Stedten 0:1 zu­rück. In der 50. Minute hatte Matthias Rackwitz den Landsber­ger Raik Gallrein im Strafraum zu Fall gebracht und Lutz Wolff ver­wandelte den Elfer. Wolff war auch am Ausgleich beteiligt, als der den fleißigen Niklas Depara­de von den Füßen holte. Und Rackwitz netzte hier zum 1:1 ein.

Bloßfeld versenkt Freistoß

75 Zuschauer auf dem Städti­schen Sportplatz sahen beim 2.2 des MSV gegen Elster erneut ei­nen starken Eisleber Auftritt. Da­vid Guba brachte die Lutherstäd­ter zwei Minuten vor der Pause in Führung, als er einen Konter ab- schloss. Dann aber zeigten Frank Lehmann (51.) und Fabian Schlü­ter (53.), warum Elster vorn steht, respektive vorn stand. Denn Pa­trick Bloßfeld, wieder mal mit ei­nem Freistoß (70.), erzielte den Ausgleich für den MSV. „Mir ist es egal, wer aufsteigt. Das sollen Thalheim und Elster unter sich ausmachen", hatte Eislebens Trainer Dirk Pfeiffer schon vor der Partie gegen Elster gesagt.