Ringkampf der Spitzenklasse- denkbar knappe Niederlage gegen den Deutschen Meister!

 

Dafür konnte der KAV Eisleben im 2. Heimkampf endlich den aktuellen Olympiasieger von Rio- 2016,  Davor Stefanek,  aus Serbien präsentieren.

Rasant begann der Auftaktkampf bis 59 kg in dem Rasul Mashezov den Dritten der Europäischen Spiele von Baku deutlich mit 14:1 Punkten deklassierte.

Im Schwergeiwcht stand mit dem Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele von London, Johan Euren, ein harter Brocken auf der Matte. Unser Dejan Franjkovic hielt gegen den schwedischen Koloss tapfer dagegen und konnte aber mit der 0:8 Punktniederlage einen wichtigen Punkt retten.

Ein Hammer- Kampf fand im 66 kg- Greco statt. Hier trafen Manrikos Theodoridis und der Leipziger Dustin Scherf aufeinander. Beide schenkten sich in den 6 min nichts, kämpften bis zum Umfallen und am Ende hatte denkbar knapp der SVG- Athlet mit 2:1 Punkten die Nase vorn.

In der Klasse  98 kg- Freistil zeigten Anzor Urishev und sein Weingartener Kontrahent Magomedgaji Nurov Freistilringen vom Feinsten. Nurov überraschte unseren Anzor in Runde 1 zweimal mit blitzschnellen Beinangriffen und konnte punkten. Doch dann zeigte der mehrfache Europameister Urishev seine echten Qualitäten, drehte den Kampf und holte sich in der 2.Kampfrunde  ganze 12 Wertungspunkte. Wie er diese erzielte, das war absolute Weltklasse!   

Ibragim Ilyasov musste im 66- Freistil sich mit dem Kraftpaket Dimitri Malenkov auseinandersetzen. Und auch in diesem Kampf wurde von beiden Akteuren ein echtes Feuerwerk mit technischer Finesse, Schnelligkeit und Emotionen abgebrannt. Mit 8:6 Punkten siegte Ilyasov, der das Publikum mit seinem Kampfstil total begeisterte.

Der Pechvogel des Abends hieß Vladimir Stankic. Er hielt den Kampf gegen den Sieger im World Cup,Maksim Safaryan, lange Zeit offen, führte sogar mit einem herrlichen durchgezogenen Kopfhüftwurf und stand nach einer Konter wenige Sekunden vor Schluss mit leeren Händen da. Schade, diese 4 Siegpunkte an Weingarten taten echt weh!

Im Limit bis 75 kg- Greco musste der Olympiasieger, Davor Stefanek, gegen einen taktisch gut eingestellten und sehr stark agierenden Jonny Panait sein ganzes Können aufbieten. Routiniert und clever brachte unser Serbe die 2:1 knappe Punkteführung über die Zeit.

In der 86 kg- Klasse trafen mit Gqasan Shamkhalov und Georgi Runaev zwei russische Landsleute aufeinander, die sich von zahlreichen russischen Meisterschaften und Turnieren kennen.

Leider ist Gasan noch nicht richtig (so wie es die sportliche Leitung eigentlich von ihm erwartet!)  in der DRL angekommen.

 

Zu viele technische und überhastete Aktionen auf der Matte, zu hoher Erwartungsdruck, der ungewohnte Mannschaftskampf sind sicher Kriterien die dazu beitragen, dass man verlieren kann!

Die deutliche Niederlage gegen Rubaew war so auf Seiten des KAV nicht eingeplant gewesen.

Im 75 kg- Limit- Freistil musste sich Kamal Malikov mit dem mehrfachen Deutschen Meister Georg Harth auseinandersetzen. Welche technische Finesse Kamal in diesem Kampf zeigte, war schon lobenswert. Mit 17:2 siegte er technisch überlegen und seine blitzschnellen Aktionen im Stand und Bodenkampf ließen alle Ringerherzen höherschlagen.

 12 zu 11 Punkte führte der KAV vor dem letzten Kampf im Limit bis 86 kg- Greco. Das eigentliche Duell sollte eigentlich an diesem Samstag Elvin Mursaliev gegen Jan Fischer heißen. Aus genannten Gründen durfte Mursaliev nicht starten. Auch Erik Szilvassy, der U23- Europameister vom letzten Jahr  konnte nicht eingesetzt werden. Deshalb musste Zarko Dickov, der mehrfache serbische Juniorenmeister einspringen und er kämpfte gegen den EM- Dritten und mehrfachen Deutschen Meister bis zum Umfallen. Routinier Fischer nutzte all seine Erfahrung dem jungen Heißsporn noch seine die Grenzen aufzuzeigen. Er siegte verdient nach Punkten, was 2 weitere Siegpunkte für Weingarten brachte. Mit 13:12 Punkten gewannen im dramatischen Endspurt die Nordbadener noch diese DRL- Begegnung. Es war von Anfang bis zum Ende ein wirklich sehenswerter Kampf, der das Publikum voll begeisterte. Beide Teams kämpften auf Augenhöhe und die Eisleber zeigen trotz der Niederlage, dass sie in der DRL angekommen sind.

Der Sieg gegen das Top- Team aus Weingarten war zum Greifen nah. Hätte, Wenn und Aber zählt nicht!  Letztlich stehen 10 Ringer des Teams auf der Matte, die es gemeinsam richten müssen. Wir schauen mit Optimismus nach vorn!  Am nächsten Wochenende hat das KAV- Team kampffrei und darf etwas durchatmen. Danach heißt es am 5. Kampftag gegen den ASV Nendingen auswärts anzutreten.