KW 42 in Kürze

 

EISLEBEN/MZ - Die Begeg­nungen des SV Germania Hergisdorf sind die mit Ab­stand torreichsten der Regi­onalklasse Süd. In sieben Partien sind bereits 58 Tref­fer gefallen, das sind im Schnitt 8,2 Tore pro Spiel. Allerdings gibt es aus Ger­mania-Sicht dabei nur hopp oder topp - vier Siege, drei Niederlagen. Am Sonntag setzte es beim VfB Germania Halberstadt eine 2:6-Pleite. Hergisdorf bleibt aber den­noch Fünfter. Ebenfalls tor­hungrig zeigten sich die Ver­tretungen der Regionalklas­se drei, wobei Sanderslebens Nicole Franke (10:0 beim Wettiner SV), Röblingens Anika Raase (8:4 in Ostrau) und Wolferodes Annkatrin Wöhlert (11:2 in Halle) mit je fünf Treffern glänzten.

BSV bleibt ungeschlagen

KLOSTERMANSFELD/MZ – In der Handball-Bezirksliga waren die Männer des BSV Klostermansfeld beim TSV Leuna zu Gast. Nach bisher zwei Spielen in der neuen Saison hatte man 3:1 Punkte auf dem Konto und reiste als Tabellendritter an. Diese gu­te Ausgangslage zum Saison­auftakt konnte man nutzen und das Punktekonto aus­bauen. Die Klostermansfelder setzten sich mit 33:30 durch und bleiben damit nach drei Spielen weiter un­geschlagen.

Eintracht feiert einen Arbeitssieg.

LÜTTCHENDORF/MZ - Eigentlich lief alles nach Wunsch. Der SV Eintracht Lüttchendorf führte am Freitagabend daheim ge­gen den SV Schwarz-Gelb Bernburg nach einer knappen Stunde schon mit 3:0. „Doch dann wurden auf einmal Erin­nerungen wach", erzählte Eintracht-Teammanager Uwe Seemann. Die Gäste verkürz­ten nämlich durch Andreas Knop (64.) und fügten den Lüttchendorfern nicht nur das erste Gegentor der Saison auf eigenem Platz zu, sondern be­fanden sich auch in exakt jener Ausgangslage, die sie vor ei­nem Jahr noch zu einem 4:3- Erfolg nutzten.

Doch die aktuelle Eintracht, die durch Treffer von Andre Ochmann (8.), Robin Scheibe (52.) und Christopher Dillgen (56.) in Führung gegangen war, ließ sich einen solchen Vor­sprung nicht mehr nehmen. Am Ende eines „nicht unbe­dingt schönen Spiels stand ein Arbeitssieg" - der fünfte Drei­er im fünften Heimauftritt. „Unsere bisherige Punktaus­beute ist sehr beruhigend", so Seemann, „jetzt freuen wir uns auf die nächsten beiden Parti­en." Zunächst steht das Derby beim MSV Eisleben an, an­schließend ist die Überra­schungsmannschaft SV Kelbra in Lüttchendorf zu Gast.

In diesen Duellen muss Lüttchendorf allerdings auf Stefan Gacesa verzichten. Der Serbe wurde am Freitag vor­übergehend in seine Heimat verabschiedet, weil sein Visum abgelaufen ist. „Wir werden aber alles dafür tun, dass er ab kommenden Februar wieder für uns auflaufen kann", so Uwe Seemann, „denn er hat sich bestens eingefügt."

Während die Eintracht also nach zuletzt zwei sieglosen Be­gegnungen wieder gewann, setzten zwei andere Vertre­tungen ihre Serien fort. So blieb Kelbra beim 4:1-Erfolg in Köthen zum sechsten Mal am Stück ungeschlagen und feier­te gleichzeitig den dritten Sieg in Folge. „Nachdem wir uns zunächst dem Gegner angepasst hatten, sind wir im zwei­ten Abschnitt ins Rollen ge­kommen", erklärte der Kelbra- er Coach Andreas Kundlatsch. Illia Polishchuk (56./77.) per Doppelpack, sowie Nazar Protsyk (69.) und Tino Steinberg (88.) erzielten die Tore.

Spitzenreiter Romonta Stedten siegte beim 1:0 gegen die SG Union Sandersdorf II derweil zum vierten Mal hin­tereinander. Stets traf dabei Eric Willer - so auch dieses Mal. Der MSV Eisleben bezwang zudem den TV Askania Bernburg II durch Tore von Stefan Horlborg, Rene Suchy und Patrick Bloßfeld.

Romonta Amsdorf bricht eine Serie. Problem: Es ist die falsche.

MAGDEBURG/MZ - Der 1. FC Ro­monta Amsdorf hatte am Sams­tagnachmittag, so gegen 15 Uhr, noch zwei Serien laufen. Zum ei­nen wechselten sich beim Team von Coach Enrico Brandt seit sie­ben Spielen Niederlagen und Sie­ge ab, zum anderen gab es in der laufenden Saison in der Fußball- Verbandliga auf fremden Plätzen nur Pleiten. Knapp zwei Stunden später hatte nur noch eine Serie bestand - zum Leidwesen von Amsdorf aber die falsche.

Nach der 2:5-Pleite am vergan­gene Woche beim BSV Halle-Ammendorf musste Romonta mit 1:2 bei Fortuna Magdeburg die vierte Auswärtsniederlage in Folge hin­nehmen. Es war schon das sechs­te verlorene Spiel insgesamt (von neun) in dieser Saison - das sind doppelt so viele wie in der ganzen abgelaufenen Spielzeit. Eine Kri­se? „Nein, das Wort möchte ich nicht in den Mund nehmen", sag­te Romonta-Trainer Brandt da­nach, „wir haben zur Zeit einfach das Pech, dass jeder Fehler von uns direkt bestraft wird."

So war es auch in Magdeburg, wo Amsdorf überlegen war, es in zwei Situationen aber zu um­ständlich lösen wollte und mit 0:2 in Rückstand geriet (22., 60.). „Es so lösen zu wollen, ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber nicht in unserer Situation", so Brandt.

Nur wenige Minuten nach dem 0:2 gelang Pawel Kudyba der Anschluss (68.), zu mehr reichte es jedoch nicht. „Kämpferisch", so Enrico Brandt, „war es dennoch ein Schritt nach vorne."

Wie der SV Eintracht Emseloh im Topspiel eine Ohrfeige verteilt.

EMSELOH/MZ. - Es gibt Niederla­gen. Und es gibt schallende Ohr­feigen. Eine solche hat am vergangenen Sonnabend der FSV Rot-Weiß Alsleben beim SV Ein­tracht Emseloh kassiert. Die Hausherren behielten mit 9:1 die Oberhand. Was das Ganze zusätz­lich brisant macht: Die Gäste sind nach wie vor Spitzenreiter der Landesklasse Staffel vier.

„Wir haben momentan einfach einen Lauf und an diesem Nach­mittag irgendwie alles richtig gemacht", versuchte Emseloh- Coach Steffen Heyer die „Sahne-Leistung" seiner Elf zu erklären. Im ersten Heimspiel seit dem 9. September - einem enttäuschen­den 0:0-Unentschieden gegen den Lokalrivalen SV Bräunrode - bewiesen die Eintracht-Akteure einmal mehr ihren außergewöhn­lichen Torhunger. „Die Jungs ha­ben extremen Biss und Ehrgeiz", weiß auch Heyer. Nach sieben Auftritten stehen immerhin schon 28 Treffer zu Buche.

Den Torreigen des Tabellen­dritten im Spitzenspiel eröffnete Lukas Schüt (26.) - da war aller­dings schon eine knappe halbe Stunde absolviert.

Kurz nach der Pause schössen sich die Emseloher jedoch in ei­nen regelrechten Rausch. Chris­tian Liegmann (40./50.), wieder­um Schüt (41.) und Michael Raev (48./51.) schraubten das Ergebnis innerhalb von nur elf Minuten um fünf weitere Treffer in die Höhe.

„Dabei konnten wir den ange­schlagenen Vitezslav Bina zu­nächst sogar auf der Bank lassen", so Heyer. Der eingewechselte An­greifer (74./87.) schlug aber auch noch doppelt zu. Zuvor hatte Liegmann (61.) seinen Hattrick perfekt gemacht. Alslebens Paul Kohlberg (80.) sorgte mit seinem Treffer lediglich dafür, dass der Staffelprimus zumindest eine ausgeglichene Tordifferenz nach acht Partien wahrte.

Weil parallel auch der Zweit­platzierte FSV Bennstedt (2:4 ge­gen Eisdorf) erstmals in dieser Spielzeit verlor, ist Emseloh nicht nur das einzige ungeschlagene Team der Liga, sondern dem Spit­zenduo auch erheblich näher ge­kommen. „Das interessiert uns aber nicht", so Steffen Heyer, „wir wollen auf dem Teppich bleiben, es folgen nämlich schwere Aufga­ben." Gleich dreimal geht es nun wieder auswärts ran.