Rückblick KW 7 Update

 

Dass Edelweiß Arnstedt aktuell eine starke Saison in der Fuß- ball-Verbandsliga spielt, steht außer Frage. Eine Partie hat das Team von Trainer Thomas Voll­mann aber dennoch völlig ver­hauen: den Auftakt beim SV Dessau 05. Im August des ver­gangenen Jahres unterlagen die Edelweißen in der Bauhausstadt mit 1:5. Nun gab es ein emotio­nal aufgeladenes Wiedersehen inklusive einer beglichenen Rechnung. Spätestens beim Treffer zum 3:0-Endstand ent­lud sich sämtlicher Druck von den Schultern Vollmanns. Der Arnstedt-Coach hatte schon in den Minuten zuvor ein verbales Scharmützel mit seinem Gegen­über, Lucian Mihu, ausgetragen. Nun spreizte er nur drei Finger in dessen Richtung: 3:0! (es)

Vorentscheid in Unterzahl

KLOSTERMANSFELD/MZ - In der Handball-Bezirksliga haben die Männer des BSV Klostermansfeld 34:32 gegen den TSV Leuna gewonnen. Nach einem anfänglichen 2:5-Rückstand konnte der ersatzgeschwächte BSV das Spiel nach 19 Minuten ausgleichen, mit einem Remis (15:15) ging es auch in die zweite Hälfte. Da konnte sich Klostermansfeld schnell trotz Unterzahl eine 20:17- Führung erspielen und gab diese nicht mehr her.

Sieg in der Halle und drei Punkte

WOLFERODE/MZ - Die Frauenfußballerinnen aus Wolferode und Siebigerode haben das Bärbel Stein & Dieter Meißner Hallenfußball- Gedenkturnier des Reinsdorfer SV in Nebra gewonnen. Das Team konnte alle fünf Spiele gewinnen und stellte mit Janine Nestler auch die beste Torschützin. Auf den Plätzen folgten die Teams von Lok Röblingen und Traktor Sandersleben. Zudem wurde bekannt, dass nach dem Nichtantritt der LSG Ostrau am achten Spieltag in Wolfero­de das Spiel mit 3:0 für die FSG Wolferode/Siebigerode gewer­tet wird.

SG gewinnt das eigene Turnier

SIERSLEBEN/MZ - Beim Hallen- fußballturnier für E-Junioren der SG Einheit Schlenze in Siersleben konnte sich nach ei­nem spannenden Turnierver­lauf am Ende der Gastgeber den Siegerpokal sichern. Einen Punkt hinter der Einheit folgte der VfB Oberröblingen vor dem FC Hettstedt. Auf den weiteren Plätzen folgten Rot- Weiß Großörner, der MSV Eis­leben und die zweite Vertre­tung des Gastgebers. Als bester Spieler des Turnieres wurde Johan Wenske aus Oberröblin­gen geehrt. Bester Keeper wur­de Paul Pinter vom MSV Eisle­ben.

Die letzten Würfe entscheiden die Titelkämpfe beim Nachwuchs.

BRÜCKEN/MZ - In der Punktspiel­pause im Erwachsenenbereich der Kegler stand der Nachwuchs im Blickpunkt. Dabei fanden am Sonnabend die Kreiseinzelmeis­terschaften der Jugend statt.

Insgesamt 28 Mädchen und Jungen hatten sich auf der Anlage in Brücken eingefunden, um die Titelträger in den Altersklassen U14 und U 18 zu ermitteln.

Merkbare Schwierigkeiten

Jens Drenkmann, der Sportwart des Kreiskegelverbandes (KKV), hat dabei eine Beobachtung angestellt. „Es stellte sich heraus, dass Brücken keine einfach zu spielen­de Bahn ist", berichtete er, „zu­mal die meisten der Spieler das erste Mal auf dieser Bahnanlage gekegelt haben."

Das sah man vor allem in der Altersklasse U 14. „Mit Ergebnis­sen von unter 400 Kegeln war das Niveau in den ersten Durchgän­gen nicht gerade hoch", so Drenk­mann. Erst im dritten Durchgang setzte Tim Saalbach vom KSV Gerbstedt ein erstes Ausrufezei­chen. Mit 456 Kegeln erreichte er am Ende den dritten Platz. Im da­rauffolgenden Durchgang kegelte Norman Kretschmer von der BuSG Aufbau Eisleben die Tages­bestleistung von 507 Kegeln. Juli­an Mier vom SSV Wolferode wur­de mit 464 Kegeln Zweiter.

Bei den Mädchen kam es in dieser Altersklasse zu einem spannenden Dreikampf um den Titel. In einem Finale, welches erst im letzten Wurf entschieden wurde, behielt Sina Schmidt vom

SSV Wolferode mit 462 Kegeln knapp die Oberhand vor Lilly Weihrauch vom KSV Klostermansfeld, welche 459 Holz kegel­te. Celine Matthias (Aufbau Eisle­ben, 442) belegte Platz drei.

Bei den U 18-Juniorinnen setzte sich bei nur drei Starterin­nen Franziska Höllering vom KSV Klostermansfeld vor Freya Buchholz (Aufbau Eisleben) und ihrer Mannschaftskollegin Julia Wenck durch. „Franziska wurde von Bahn zu Bahn stärker und erreichte verdient mit 496 Kegeln den Titel des Kreismeisters", er­kannte Jens Drenkmann.

Abräumer entscheiden

Wesentlich spannender verlief dagegen der Wettbewerb der männlichen U 18. Platz eins und fünf trennten nur sieben Kegel, am Ende triumphierte Paul Kullmann von Rot-Weiß Großörner mit 465 Holz. Im letzten Wurf setzte er sich knapp vor Patrick Müller vom VfB Sangerhausen (463) durch. Niklas Bartel vom KSV Gerbstedt komplettierte das Podium mit 463 Kegel, wurde ob der schlechteren Abräumer aber auf Rang drei verwiesen.

In der Altersklasse U18 wer­den die jeweils Erstplatzierten den Landkreis nun bei der Landeseinzelmeisterschaft vertreten, bei den Jungen der U14 geht Norman Kretschmer an den Start, bei den U 14-Mädchen sind es fünf Vertreterinnen.

MSV schließt zum Zweiten auf

HETTSTEDT/MZ - Der MSV Hettstedt hat in der Tischtennis- Oberliga einen starken Sieg ge­gen den Tabellenzweiten Stahl Blankenburg gefeiert. Durch den 9:5-Erfolg konnte Hettstedt nun nach Punkten mit Blankenburg gleichziehen. Tabellenführer TTC Beendorf hat drei Minuspunkte weniger auf dem Konto.

Beim Heimspiel abgeräumt

HETTSTEDT/MZ - Die Sektion Ju­do der Budovereinigung Mansfelder Land hat am Sonnabend zu einem offenen Nachwuchs- Wettkampf nach Hettstedt ge­laden. 58 Athleten aus 13 Ver­einen waren am Start. Und die Sportler der Budovereinigung erkämpften sich mehrere Me­daillen. Alexandra Adam, Ale­xander Naundorf und Artur Tenner wurden in der Alters­klasse U18 Sieger. Zweite Plät­ze holten Felix Scheffler (U18), Erik Kraft und Caitlyn Schapowal (U13) sowie Janis Schapowal (Uli). Dritte Plätze gingen an Wayne Henning (Uli) und Erik Meyer (U15). Die Vereins­wertung gewann die Budover­einigung vor Motor Halle und dem ASV Sangerhausen.

Schnell klare Verhältnisse

VOLKSTEDT/MZ - Schon in be­achtlicher Form präsentierte sich Fußball-Kreisliga-Spit­zenreiter SG Volkstedt/Polle­ben in einem Testspiel gegen Traktor Sandersleben. Nach einer 5:1-Pausenführung be­haupteten sich die Gastgeber am Ende mit 9:2. Marcus und Felix Plaha trafen je doppelt.

SV-Athleten feiern Erfolge

EISLEBEN/MZ - Schwimmer Felix Zimmer vom SV Eisleben/San­gerhausen hat bei den Offenen Thüringer Meisterschaften über lange Strecken in Erfurt in seiner Paradedisziplin Freistil eine Bronzemedaille über 800 Meter gewonnen. Zeitgleich waren 13 SV-Athleten bei einem Wettkampf in Schönebeck. Goldmedaillen holten dort Sophie Hauche, Hanna Fiedler (4), Julia Paschek Isa­belle Paschek, Clarissa Kolbe und die 4x50 Meter Freistilstaffel.

Duo vom RSV Sangerhausen nutzt Heimvorteil um zu punkten.

SANGERHAUSEN/MZ - Den ersten Beifall gab es schon, da rollte der Radball in der Sporthalle der Grundschule Südwest in Sanger­hausen am Sonnabend noch gar nicht. Eric Haedicke und Max Rückschloss, das Duo vom gastge­benden RSV, wurde von Kreis­sportbund-Vizepräsident Holger Scholz nachträglich als „Sportler des Jahres" im Landkreis Mans- feld-Südharz geehrt. Auf dem Feld zeigten die beiden 18-Jähri­gen danach, dass diese Auszeichnung kein Zufall war und legten ein erfolgreiches Heimturnier in der 2. Radball-Bundesliga hin.

Die zweifachen Junioren-Eu­ropameister starteten mit einem schwer erkämpften und von den Zuschauern bejubelten 2:1-Erfolg im Sachsen-Anhalt-Derby gegen Reideburg in das zweite Turnier in dieser Saison.

Im darauf folgendem Duell mit der Vertretung aus Steinwiesen musste sich der RSV allerdings mit 3:4 geschlagen geben, was die erste Saisonniederlage für die Sangerhäuser war und auch die einzige Pleite in diesem Heimtur­nier am Sonnabend bleiben soll­te. Gegen Leipzig folgte nämlich noch eine 4:4-Punkteteilung, ehe das Turnier mit einem 6:2-Sieg gegen Niederlauterstein für Max Rückschloss und Eric Haedicke erfolgreich zu Ende ging.

Mit jeweils drei Siegen und drei Unentschieden sowie einer Niederlage finden sich die San­gerhäuser nun auf dem sechsten Platz im Feld der zwölf Zweitligisten wieder. Entsprechend ge­löst ist die Stimmung bei den San­gerhäuser Radballern. „Alles ist gut, wir liegen im Plan", so Ver­einschef Karsten Rohde.

Falscher Stürmer-Instinkt

SANGERHAUSEN/MZ - Raik Olbricht ging am Freitagabend schnur­stracks auf Kevin Schäffner zu. Der Auftakt in die Fußball-Ver­bandsliga zwischen dem VfB San­gerhausen und dem BSV Halle- Ammendorf wurde gerade abge­pfiffen, da nahm der VfB-Coach seinen Top-Stürmer schon zur Seite. Und beide sprachen über diese eine Szene, gut zehn Minu­ten vor Schluss, die aus der letzt-

endlichen 0:2-Heimniederlage Sangerhausens noch etwas ande­res hätte machen können.

Nach einer etwas unübersicht­lichen Szene zog ein VfB-Akteur vom Strafraumrand ab. Der Ball rollte an Freund und Feind vor­bei, bis Schäffner ihn über die Li­nie drückte - allerdings aus Ab­seitsposition.

Olbricht hatte eine gute Positi­on. „Der Ball wäre auch so reinge­gangen", sah er. Es wäre das 1:1 gewesen und der VfB hätte für den großen Aufwand der zweiten Halbzeit, als man zu zehnt nach Gelb/Rot gegen Marcel Pulz (56.) die bessere Mannschaft war. Doch Schäffner, mit seinem Angreifer-Instinkt, blieb nicht weg. „Ein 30-Jähriger", sagte Trainer Olbricht, „hebt da das Bein."

Der Trainer wollte das keines­falls als Kritik an seinem besten Torschützen verstanden wissen, sondern vielmehr an dieser einen Situation erklären, welches Team hier dieses Freitagabendspiel gewonnen hatte: „Das abgezocktere", sagte Olbricht.

Und so entschied ein Freistoß von Tobias Cramer nach gut einer Viertelstunde die Partie, bei dem VfB-Torhüter Eric Brünoth, der den angeschlagenen Maik Bemmann (Knie) vertrat, nicht die allerglücklichste Figur machte, da der Ball in der Torwart-Ecke ein­schlug. „Da mache ich dem Jun­gen keinen Vorwurf", sagte Olb­richt. Zumal Brünoth danach eine ordentliche Partie zeigte, nur bei einem Konter in der Nachspiel­zeit chancenlos war.

„Am Ende", so der VfB-Trainer letztendlich, „wäre wohl ein Un­entschieden gerecht gewesen, je­doch haben mir mit zehn Mann eine gute Reaktion gezeigt."

Kilian schießt Eintracht zum Sieg.

LÜTTCHENDORF/MZ - Es gab sie, die Zeiten als Johannes Kilian im Sturmzentrum Angst und Schrecken verbreitete. So er­zielte er in der Saison 2012/13 für den SV Lok Aschersleben in 22 Landesliga-Einsätzen 17 Treffer. Wegen dieser Qualitä­ten holte man den 30-Jährigen dann auch zum SV Eintracht Lüttchendorf, wo er in der Fol­ge allerdings immer weiter nach hinten versetzt wurde. In der Hinrunde der laufenden Spielzeit lief er vorrangig als Innenverteidiger auf, ohne da­bei auch nur ein einziges Tor zu schießen. Das änderte sich mit dem Start in die zweite Saisonhälfte am Freitagabend und einem 4:1-Erfolg gegen den TV Askania Bernburg II jedoch grundlegend.

Weil Andre Ochman, Pa­trick Neigenfink und Paul Stoye krank beziehungsweise angeschlagen fehlten, wurde Kilian zurück in sein einstiges Territorium befördert: ganz nach vorn. „Ich habe davon am Mittwoch im Training erfah­ren und, na ja, ich kenne ja die Position", erklärte dieser. Was er auch eindrucksvoll unter Beweis stellte. Mit drei Tref­fern avancierte Johannes Kili­an zum Matchwinner - mit dem Kopf, aus der Distanz und klassisch per Abstauber schlug der eigentliche Abwehrspieler im Stile eines Knipsers zu.

Dabei tat sich die Eintracht zunächst schwer. Die Gäste aus der Saalestadt konnten so­gar nach 43 Minuten nahezu aus dem Nichts in Führung ge­hen. Doch Kilian (45.) hattte noch vor der Pause die richtige Antwort parat. „Der Ausgleich war für uns der Knackpunkt", so der Lüttchendorfer, „so konnten wir mit breiter Brust aus der Kabine kommen."

In der zweiten Halbzeit lie­ßen die Hausherren schließ­lich nichts mehr anbrennen. Neben den zwei weiteren To­ren des Sieggaranten (58./84.) war auch Christopher Dillgen (63.) zur Stelle. Im Duell mit einem verbesserten Tabellen- Schlusslicht gelang der Ein­tracht ein „schöner Auftakt", so Kilian, der sich fortan wohl trotzdem wieder in der Defen­sive einsortieren muss. „Tore­schießen ist natürlich besser als verteidigen", lacht der Dreierpacker, „aber hinten macht es auch Spaß."

Partner & Sponsoren

VRB Eisleben
VRB SGH