Artikel "Hecht macht das Rennen"

Eisleben/MZ – Die Pause zwischen den Nachwuchsrennen und denen der Erwachsenen war ungewöhnlich lang am Sonntag. Und so auch nicht geplant. Doch aufgrund fehlender Meldungen der Altersklasse U17 beim Radrennen „Großer Preis der Lutherstadt“ blieb den Veranstaltern keine andere Wahl. „Schade“, so Wilfried Brahmann, Vorsitzender des Eisleber Radsportclubs Mansfelder Land. „Klar, es sind Ferien. Aber ich hätte mehr erwartet“, sagte Brahmann weiter.

Thomas Scheibe aus Leipzig, Kommissär beim Bund Deutscher Radfahrer, hatte auch keine Erklärung. Aber: „Die Trainer sagen immer, wir müssen mehr Rennen für den Nachwuchs veranstalten. Ich sage immer zehn im Jahr reichen. Denn machst Du mehr, so meine Erfahrung, kommt kaum jemand.“

Richtig eng auf der Strecke zwischen Freistraße, Klosterplatz, Klosterstraße, Lindenallee und Markt wurde es ab 12.45 Uhr beim Rennen der Senioren 4 mit dem Deutschen Meister von 2017, Uwe Hecht, er fährt für den Eisleber Radsportclub, hatte am Vormittag neben anderen noch die Siegerehrungen bei den Jüngsten vorgenommen und stand am Nachmittag selbst auf dem Podest. Ganz oben, so wie es die Eisleber erhofft hatten. Es war übrigens Hechts erstes Rennen in der Lutherstadt. „Als hier das letzte Mal gefahren wurde, war ich gerade auf Kreta. Aufgeregt bin ich nicht. Aber die Erwartungshaltung ist natürlich groß.“ Umso mehr freute sich der 60-Jährige, die Erwartungen erfüllt zu haben. Von Beginn an des Rennens über 24 Runden, das waren 28,8 Kilometer, war Hecht im Bilde, gewann zunächst eine Sprintwertung, gepunktet wurde alle drei Runden, nach der anderen.

Dann gelang seiner Vierergruppe ein Rundengewinn. Der rangierte bei einem Kriterium vor den Punkten. Die fuhren nun die drei Senioren der vormaligen Verfolgergruppe aus, konnten aber Hecht nicht übertrumpfen. Mit dabei im Feld der Senioren 4 (Ü 60) war auch eine junge Frau: Anna-Helene Zdun vom RSV Osterweddingen. Die einzige Juniorin schlug sich überaus achtbar.

Hecht zog für sich Bilanz. „Ich fahre ja deutschlandweit Rennen. Was die Organisatoren vom Verein um Wilfried Brahmann und die Stadt gemeinsam auf die Beine gestellt haben, ist spitze. Freilich, wenn ich im Ruhrgebiet fahre oder in Leipzig, kommen mehr Zuschauer. Aber für Eisleben war das heute okay“, so Hecht.

Unter die Zuschauer hatte sich auch Gerd Brahmann gemischt. „Wenn was los ist in der Stadt, muss ich doch auch hingehen“, sagte der Eisleber.

Namensvetter Wilfried Brahmann als Cheforganisator bekam viel Lob von allen Seiten. Ob es eine Wiederholung geben wird, ließ er indes offen. Wir müssen jetzt erst einmal schauen, was aus Sicht des Vereins und der Stadt gut war und was weniger gut.“

Der Kreissportbund Mansfeld-Südharz war mit dem Spielmobil vor Ort. An den einzelnen Stationen ging es vor allem um Geschicklichkeit und Balance.

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