Letztendlich halfen der 7:1- Erfolg des bereits feststehen­den Absteigers Aufbau Eisle­ben gegen Neuling Eintracht Bernburg und der Erfolg vom VfB Sangerhausen II (7:1) ge­gen Turbine Zschornewitz den SSV-Damen zum Sprung auf Rang sechs. Nun muss die VfB- Reserve als Achter hoffen, dass Team aus Sachsen-Anhalt, das an den Aufstiegsspielen teil­nimmt, den Sprung in die 2. Bundesliga schafft.

In einer bis zum Schluss spannenden und sehr ausge­glichen Saison in der Herren- Verbandsliga belegte der KSV Romonta Stedten nun den dritten Platz.

„Durch einige Überra­schungen am letzten Spieltag, konnten wir uns noch einen Podiumsplatz sichern", freute sich Kapitän Sven Eisen­schmidt. Dabei galt es, im Spiel gegen den punktgleichen Kontrahenten von Geiseltal Mü­cheln II mit einem Sieg nur die Klasse zu halten. Das gelang mit 8:0 ziemlich souverän. „Am Ende war es ein deutli­ches Ergebnis, was den eigent­lichen Spielverlauf nicht ent­sprach", so Eisenschmidt. Stedten zeigte nicht mehr als notwendig und Mücheln fand nie über vier Bahnen eine Ant­wort darauf.

Eine sehr gute Saison absol­vierte auch das Team von For­tuna Brücken. Der Landesliga- Aufsteiger hatte von Beginn an nichts mit dem Abstieg zu tun und beendete die Saison nach dem 5:3-Erfolg gegen Vize­meister Scharnhorst Großgör­schen auf Rang sechs. Mit 539 Kegeln wurde für Brücken Stephan Becker Tagesbester.

Vorzeitig Meister

Zwei Spieltage vor Saison­ende sicherte sich die SG Biesenrode in der Herren- Kreisoberliga den Meister­titel. Gegen Verfolger KSV Gerbstedt II gelang ein 3081:2987-Erfolg.

Biesenrode hat den direk­ten Vergleich gewonnen, daher ist der Landesklasse- Aufstieg perfekt.

Das Spitzenduo landet glanzlose Erfolge, Roßla kann sich dabei auf seinen Torjäger verlassen. Im Abstiegskrimi gibt es keinen Sieger.

EISLEBEN/SANGERHAUSEN/MZ - Al­les in allem waren rund 100 Zu­schauer am Sonntagnachmittag dabei, als der amtierende Meister VfR Roßla in der Fußball-Kreisoberliga einen erwarteten 3:0- Sieg gegen Schlusslicht Möve Riethnordhausen einfuhr. Unter den Zuschauern war auch eine Handvoll Spieler von Grüne Tan­ne Wippra um Kapitän Nils Buch­mann. Sie nutzten die Gelegen­heit, um Roßla vor dem Kreispo­kal-Halbfinale am nächsten Mon­tag noch einmal zu beobachten.

„Nicht so prall"

Was die Wippraer zu sehen beka­men, dürfte ihnen keine Angst ge­macht haben. Bei Roßla lief wenig zusammen. Gegen biedere Rieth­nordhäuser reichte es trotzdem zu einem ungefährdeten Erfolg, weil wieder einmal auf Matthias Hauschulz Verlass war. Der Tor­jäger schnürte einen Dreierpack und stockte sein Trefferkonto auf 33 Tore auf. Damit eroberte er sich auch die Führung in der Torschützenliste zurück. Die Gastge­ber nahmen die durchschnittli­che Leistung gelassen. „Was wir gezeigt haben, war nicht so prall. Das schönste am Spiel war das Wetter", grinste Mannschaftslei­ter Jens Becker.

VfB dreht Spiel noch

Tabellenführer VfB Sangerhau­sen II setzte sich am Sonnabend gegen Grün-Weiß Wimmelburg mit 3:1 durch. Es war - ähnlich wie bei Roßla - ein Erfolg aus der Kategorie Arbeitssieg. Der VfB II geriet nach einer Viertelstunde in Rückstand, Cornelius Hoppe traf für Grün-Weiß. Danach rannten

die Gastgeber an, doch erst Tom Kaminsky belohnte die Bemü­hungen mit dem Ausgleich (65.). Mokthar Haidari und Meik Rock­stroh per Elfmeter machten dann den Sieg perfekt. „Mit Wimmel­burg tun wir uns immer schwer. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen", so VfB-Mannschaftsleiter Lothar Knappe.

Wippra nun Dritter

Neu auf Tabellenplatz drei findet sich seit dem Wochenende Grüne Tanne Wippra wieder. Im Nachbarschaftsderby setzte sich Tan­ne auf Kunstrasen im Sangerhäu­ser Friesenstadion mit 4:0 gegen Kickers Gonnatal durch. Dabei dauerte es bis zur 64. Minute, ehe Tobias Lengsfeld die Führung erzielte. Der Rest war nur noch Formsache. Thomas-Hahn, Falko Seidel und Frank Gau schössen die weiteren Treffen. Dement­sprechend bedient war Kickers- Mannschaftsleiter Gert Böttger. „Wir machen die Tore nicht. So geht Wippras Sieg in Ordnung.

Kein Sieger in Lüttchendorf

Der erhoffte Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg gelang weder Eintracht Lüttchendorf II noch dem SV Welbsleben. Das di­rekte Duell der beiden Teams en­dete 2:2. Dabei sah der Gast schon wie der sichere Sieger aus. Bis in die Nachspielzeit hinein führten die Nordlichter 2:1. Doch in der 91. Minute rettete Stefan Wedler mit seinem zweiten Treffer der Eintracht einen Punkt, der noch wichtig sein könnte. Welbsleben dagegen trauerte dem so nahen Sieg hinterher.

Klare Heimsiege

Mit 0:1 lag der SV Allstedt im Du­ell gegen Olympia Berga zurück, doch am Ende behaupteten sich, die Gastgeber auf dem heimi­schen Waldsportplatz deutlich und gewannen mit 4:1. Noch kla­rer fiel sogar der Erfolg von Wa­cker Rottleberode gegen den VfB Oberröblingen aus. 6:0 hieß es nach 90 Minuten.

VfB-Frauen müssen runter

SANGERHAUSEN/MZ – Die Keglerinnen des VfB San­gerhausen haben das Wun­der am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison nicht ge­schafft und müssen abstei­gen. Die Rosenstädterinnen haben in Poing 2:6 verloren. Jedoch hätte auch ein Sieg nicht geholfen, da Ingol­stadt seine Partie gewann.

VfB kassiert Niederlage in Dölau

Bereits am Freitagabend hat der VfB Sangerhausen 2:4 bei Blau- Weiß Dölau verloren und bleibt in der Rückrunde weiterhin sieglos.

Der VfB geriet nach 23 Minuten erstmals in Rückstand. Zwar glich Pascal Ibold bereits sieben Minuten später aus, doch noch vor der Pause gingen die Hausherren wie­der in Führung.

In Hälfte zwei stellte Dölau auf 3:1. Kevin Schaffner (73.) konnte zwar verkürzen, Dölau aber entschied die Partie kurze Zeit später (79.) und nachdem Patrick Olbricht Gelb/Rot (76.) gesehen hatte.

FUSSBALL-VERBANDSLIGA Edelweiß Arnstedt gibt in letzter Sekunde einen Sieg im Top-Spiel aus der Hand. Warum Coach Thomas Vollmann dennoch zufrieden ist.

ARNSTEDT/MZ - Als am Samstag­nachmittag im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga zwischen Rot-Weiß Thalheim und dem SV Edelweiß Arnstedt schon jede der angezeigten fünf Minuten Nachspielzeit vergangen war, entstand im Strafraum Arnstedts ein ku­rioses Bild. Thalheim hatte einen letzten Eckstoß - und dann wurde es eng. Auf einem Raum vor dem Edelweiß-Tor, vielleicht zehn mal zehn Meter groß, versammelten sich 21 Spieler. Und auch nur des­halb 21, weil Thalheim seit der 34. Minute und einer Ampelkarte in Unterzahl war - sonst wären es si­cher 22 gewesen. „Das Ganze hat ans Ringen erinnert", fand Tho­mas Vollmann. Und wenn man so will, wurde seine Mannschaft in letzter Sekunde noch einmal auf die Schulter gelegt.

Aggressive Gastgeber

Das Verbandsliga-Top-Spiel zwi­schen dem bis dato Tabellenzwei­ten Arnstedt und dem Vierten in Thalheim endete 2:2. Kevin (Her­tel traf in der 95. Minute im Anschluss an den Eckstoß noch zum Ausgleich für die Gastgeber und bestätigte damit ein Gefühl, dass Edelweiß-Coach Vollmann über die ganzen 90 Minuten zuvor hat­te: „Gefühlt wusstest du über die ganze Zeit nie, wie das Spiel letztendlich ausgehen könnte." . Klar, als Arnstedts Trainer am Sonntagnachmittag die Partie analysierte, gestand er auch: „Wir haben zwei Punkte liegen lassen." Aber Vollmann betonte auch, weder geknickt noch unzufrieden zu sein. „Klar war die Stimmung un­mittelbar nach dem Spiel getrübt und es ist schade, dass wir nicht gewonnen haben", sagte er - zu­mal Arnstedt mit Spitzenreiter Zorbau hätte gleichziehen kön­nen, „aber ich möchte mich nicht beschweren. Wir sind stark auf­getreten, das ist mir wichtig."

Dabei kam Edelweiß Arnstedt auf dem Kunstrasen in Thalheim ein bisschen schwer ins Spiel, was am Auftreten der Gastgeber lag. „Thalheim war sehr aggressiv", so Vollmann, „damit hatten wir un­sere Probleme." Die Aggressivität der Gastgeber ging aber in man­chen Momenten einen Schritt zu weit, zum Beispiel in der 34. Minute, wo Philipp Anton die zweite Gelbe Karte sah und Arnstedt ei­ne Überzahl verschaffte. Die Gäs­te wussten das direkt zu nutzen. Noch in der gleichen Minute traf Kapitän Matthias Deumelandt. „Das war verdient", fand Thomas Vollmann, der auf die angeschlagenen Stephan Neigenfink, Lucas Sedivy und den gesperrten Enri­co Mania verzichten musste. „Är­gerlich war aber, dass wir direkt nach der Pause einmal schlafen." Thalheim traf in der 47. Minute schon zum Ausgleich.

Entscheidung verpasst

Danach übernahm der SV Edel­weiß aber wieder das Zepter und ging durch Adrian Gebhard in der 56. Minute bereits erneut in Füh­rung. Doch: Arnstedt verpasste es danach mehrfach, mit dem drit­ten Treffer die Partie zu entschei­den. Chancen gab es für die Of­fensivreihe genügend. „So", sah Arnstedt-Trainer Vollmann vor allem aufgrund der vielen Stan­dardsituationen für Thalheim in der Schlussphase, „blieb die Par­tie immer scharf." Bis zur 95. Mi­nute und dem Ausgleich. „Da ha­ben wir es einmal schlecht vertei­digt." Es war das eine einzige Mal zu oft.

 

Johann Steinforth und Erik Thiele gewinnen Bronzemedaille

 Eisleben/Thiele: Beim Internationalen U-23 Turnier im Freistil in Kaliningrad/ Russland konnten sich Johann Steinforth (74 kg/ Roter Stern Sudenburg) und Erik Thiele (97 kg/ KAV Mansfelder Land) gut in Szene setzen. Beide zeigten beeindruckende Leistungen und wurden mit der Bronzemedaille belohnt.

Der Magdeburger Johann Steinforth verlor im ersten Kampf gegen den erfahrenen Albert Jurcenko aus Kaliningrad nach Punkten. Danach gewann er gegen den amtierenden Deutschen Juniorenmeister Kevin Lucht durch technische Überlegenheit mit 10:0 Punkten. Im Kampf um die Bronzemedaille traf er nun auf Andreas Walter vom SC Unterföhring. In einer spannenden Auseinandersetzung zeigte Johann Steinforth sein weiter gestiegenes Leistungsvermögen. Mit einer taktischen Meisterleistung und guter Kondition sicherte sich der erst 21-jährige Auswahlringer erstmalig eine Medaille bei einem internationalen U-23 Turnier. Entsprechend groß war der Jubel bei dem sympathischen Bördeländer.

Nach drei gewonnen Kämpfen und einer Niederlage konnte Erik Thiele, in der Gewichtsklasse bis 97 kg, mit der Bronzemedaille nach Hause fahren. Der Athlet aus der Polizei-Sportfördergruppe Aschersleben besiegte einen Sportler aus Weißrussland, danach einen Ungarn und verlor im Viertelfinale gegen den amtierenden U-23 Vize-Weltmeister Khramiankov aus Weißrussland nach Punkten. Im kleinen Finale hielt er sich gegen einen Russen wieder schadlos. Nach seiner Verletzung im Jahr 2017 war dies wieder ein wichtiger Schritt zu alter Leistungsstärke. Erik kämpfte offensiv und war konditionsstark.

Damit haben beide Sportler aus Sachsen-Anhalt gute Chancen für die U-23 Europameisterschaft in Istanbul/ Türkei im Juni diesen Jahres nominiert zu werden.

Einer der ersten Gratulanten war LRV- Präsident Norbert Born. Nach dem Deutschen Meistertitel der Junioren von Dominik Klann (KAV Mansfelder Land) sind diese beiden Medaillen weitere erfreuliche Leistungen innerhalb einer Woche.